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StudiVZ mit neuen AGB

Das Studentennetzwerk hat eine E-Mail mit neue AGB verschickt. Wer im Zeitraum vom 20. Dezember bis zum 9. Januar diesen Geschäftsbedingungen nicht zustimmt, kann die Community nicht mehr nutzen.

Schauen wir uns die AGB also mal etwas genauer an. Der Aufregung kann man aber direkt entgegensetzten: ruhig bleiben!

Ja, StudiVZ nutzt zukünftig die angegebenen Daten auf “Meine Seite” sowie Gruppenzugehörigkeiten, um personalisierte Werbung zu schalten. So steht unter 5.:

Ich willige ein, dass studiVZ die von mir bei der Registrierung mitgeteilten Daten (z.B. Geschlecht und besuchte Hochschule etc.), die von mir freiwillig innerhalb meines eigenen Profils (”Meine Seite”) eingetragenen Daten (z.B. Studiengang/-richtung, Interessen, Clubs/Vereine, Musikrichtung/Bands, Lieblingsbücher/-filme etc.) sowie meine Mitgliedschaft in Gruppen (”Meine Gruppen”) dazu nutzt, um mir gezielt personalisierte Werbung und/oder besondere Angebote und Services über das studiVZ-Netzwerk zu präsentieren bzw. präsentieren zu lassen (z.B. eine auf meine(n) Studiengang/-richtung ausgerichtete Buch-empfehlung; Produktwerbung, die auf meinen Interessen beruht etc.).

Ja, Studivz verschickt bald auch Werbemails und sogar Werbenachrichten über die angegebenen Instant Messenger.

Ich willige ein, dass mir studiVZ Benachrichtigungen und Mitteilungen zusendet; diese Nachrichten beinhalten Hinweise und Berichte für Nutzer des studiVZ-Netzwerkes. Ich nehme zur Kenntnis, dass studiVZ hierzu meine personenbezogenen Daten nach Maßgabe der von mir gewählten Einstellungen nutzt; demnach erfolgt die Zusendung per E-Mail an die von mir für die Nutzung des studiVZ-Netzwerkes verwendeten E-Mail-Adresse oder über den Nachrichtendienst.

Zudem erkläre ich mich einverstanden, dass studiVZ meine personenbezogenen Daten nutzt, um mir Marketing-Mitteilungen unter Verwendung elektronischer Post zuzusenden (z.B. zum Versand von E-Mails an die von mir für die Nutzung des StudiVZ-Netzwerkes verwendete E-Mail-Adresse, SMS-Werbung an die von mir hinterlegte Mobilfunk-Rufnummer sowie von Nachrichten mit werbendem Charakter über den Nachrichtendienst von studiVZ oder einen von mir angegebenen Instant-Messenger).

Ja, auch der Clickstream wird zukünftig aufgenommen und gespeichert. D.h. es wird beobachtet, wo und wann Ihr Euch im Studivz so rumtreibt. Gespeichert werden die Daten wohl bis zu 6 Monate.

Wenn Ihr Euch unrechtens verhalten habt, werden auch gleich Eure “Bestandsdaten und/oder Nutzungsdaten […] an Strafverfolgungs- und Aufsichtsbehörden” weitergegeben.

Der Verkauf von Euren Daten an Dritte soll nicht durchgeführt werden. Also keine Sorge.

Außerdem sollte folgender Absatz, der in den AGB sinngemäß1 mehrfach vorkommt, vor allem berücksichtigt werden:

Ich nehme zur Kenntnis, dass ich, falls eine solch personalisierte Werbung von mir nicht mehr erwünscht ist, diese ablehnen und der Nutzung meiner Daten jederzeit widersprechen kann. Hierzu kann ich nach dem erfolgreichen Einloggen in das studiVZ-Netzwerk in der Rubrik “Datenschutz” am Ende des Textes zur Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten meine Einstellungen unter “Einstellungen zur Verwendung meiner Daten” aufrufen und anpassen.

Heißt im Klartext: Was ich nicht will, kann ich zum größten Teil abstellen.

Schwammig sind die neuen AGB bzgl. der Abmeldung vom StudiVZ. Da heißt es lediglich, dass die Profildaten nicht mehr “einsehbar” sind. In der alten Version war da noch von “löschen” die Rede.

Meine Meinung: StudiVZ macht nichts anderes als hunderte Webseite sowieso schon tun. Darunter manche Seite, bei der man die Einstellungen der Privatsphäre nicht so kontrollieren kann wie auf studivz.net. Webseiten wie amazon.de schalten schon lange personalisierte Angebote. Da stört sich keiner dran. Jeder, der die Google Toolbar installiert hat übermittelt standardmäßig Daten der aufgerufenen Webseiten. Natürlich nur für den PageRank. Is klar! Stört keinen.

Nur weil eine Seite für die Zielgruppe “Studenten” ist, muss sich keiner der Illusion hingeben, dass diese Seite sich anders zu verhalten hat als es der Standard ist. Wo werden keine Nutzerdaten gespeichert oder für Werbezwecke genutzt?

Ich werde das StudiVZ weiter nutzen. Auf meiner Pinnwand stehen inzwischen nur noch wenige Infos. Die Einstellungen meiner Privatsphäre werde ich natürlich anpassen.

Das StudiVZ hat eine FAQ-Seite zu den neuen AGB eingerichtet.

 

Reaktionen in der Presse:

Reaktionen in Blogs:

  1. Sinngemäß heißt natürlich in Bezug auf den vorherigen Absatz. So steht unter dem Text zu Werbemails: Ich nehme zur Kenntnis, dass ich, falls der Erhalt von elektronischer Post mit werbendem Charakter von mir nicht mehr erwünscht ist, die Zusendung ablehnen und dem Erhalt der Nachrichten jederzeit widersprechen kann. Hierzu kann ich nach dem erfolgreichen Einloggen in das studiVZ-Netzwerk in der Rubrik “Datenschutz” am Ende des Textes zur Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten meine Einstellungen unter “Einstellungen zur Verwendung meiner Daten” aufrufen und anpassen []

14 Kommentare

  1. Cool ne, was Studivz so mit einem macht?! Und darüber schreib ich gerade meine Thesis. aaaahhhhh

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  6. Das ist voll die verarsche!
    Es hat mich 20 minuten gekostet diesen unsinn abzustellen!
    Es keinen direkten link, wenn man erstmal zugestimmt hat, kommt man auch nicht ohne weiteres zurück auf die information wie man das genau abstellt. die faq sind praktisch nut blabla ohne irgendeinen hinweiß wofür die daten verwendet werden, es heißt immer nur “das was andere auch machen”
    Für alle die Schikanen abstellen wollen:

    1. Klickt auf >Datenschutz, das befindet sich auf der Leiste ganz unter wo man nie hinguckt
    2. Klickt auf >Datenschutzerklärung
    3. Jetzt hab ihr den Blödsinn dem ihr zugestimmt habt, scrollt ganz nach unten.
    4. Klickt auf >Einstellungen zur verwendung meiner daten
    5. Jetzt könnt ihr alle kästchen leerklicken, fertig.

    Dass das so umständlich und schwer zu finden ist, ist pure schikane! Die wissen genau, dass den blödsinn mit personalisierter werbung keiner will und hoffen, dass es vielen zu umständlich ist.

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