Permalink

0

Lahmes Unterschichten-Internet

So, oder so ähnlich könnte es bald laufen: Die Telekom denk über eine Datenmaut nach. Spiegel Online berichtete.

Was heißt das genau? Wenn wir als Surfer Internetseiten aufrufen, werden die Datengröße der aufgerufenen Seiten an uns geschickt. Bei Texten und ein paar Bildern kommt da nicht viel zusammen. Für den Einzelnen. Bei Seiten wie YouTube beispielsweise oder Downloadportale sieht das schon anders aus. Da hat der einzelne Besucher mal schnell einen Datentransfer von 10 MB verursacht. Das mal ein extremes Vielfaches… Insgesamt werden mit dieser Datenmaut alle Webseiten ins Visier genommen, die viel Datentransfer verursachen. Wikipedia gehört beispielsweise auch dazu, Google usw. usw.

Nun sollen sich genau diese Seiten an der Infrastruktur beteiligen. Mit Kohle versteht sich. Anderenfalls sind die Inhalte nicht mit Highspeed-Geschwindigkeit abzurufen. Da wehren sich natürlich viele Unternehmen gegen. Google ist sozusagen Wortführer. Doch gehen wir mal davon aus, es würde so eine Datenmaut geben:

Webseiten, auf denen kostenlos Dateien hochgeladen werden können, würden ihren Dienst einstellen oder Gebühren verlangen. Flickr und Co. macht dann kaum noch Spaß. Auch nicht kommerzielle Webseiten wie Wikipedia würden Schwierigkeiten bekommen. Von welchem Geld sollen sie die Maut bezahlen. Mehr und mehr Dienste werden kostenpflichtig. Schluss wäre mit dem World Wide Web.

Alle Webseiten würden ein Konzept “fahren” wie beispielsweise die One-Click-Hoster: Kostenlos kann jeder User beispielsweise 100 MB an Datenmenge von den Servern herunterladen. Gegen Gebühr existiert keine Grenze der maximalen Datenmenge.

Kostenlos kann man also demnächst nur die Headlines von Nachrichten lesen. Die gesamte Storie kostet?

Den kostenpflichtigen Konzepten sind damit keine Grenzen gesetzt. Verbreiten sie sich auch ohne Datenmaut schon rasant. Wie wird es ausgehen? Man weiß es nicht genau.

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.