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Abschied von der eierlegenden Wollmilchsau

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Es ist ein ganz klarer Schritt zurück. Ein Schritt weg von der berühmt berüchtigten eierlegenden Wollmilchsau. Ein Abschied von etwas, das unendlich viel kann, einiges perfekt, manches gut und etwas auch nur eher durchschnittlich. Es ist ein Abschied von einem Gerät für alles. Es ist ein Beginn von vielen Geräten, von denen jedes eine Funktion perfekt ausführt. Vielleicht.

Zu Weihnachten hat sich ein Kindle in meinen Haushalt eingeschlichen. Bücher wollte ich damit lesen, vielleicht mal eine Zeitung oder eine Zeitschrift, die ich über den Kindle-Shop mit wenigen Klicks herunterladen kann.

Das ist fein und dass mir das gefällt, war zu erwarten.

Was ich jedoch nicht erwartet habe, ist, dass die Darstellung der Texte so optimal und das Lesen so angenehm ist, dass ich lange Texte gar nicht mehr auf dem Rechner oder dem iPhone lesen möchte. Schon nach wenigen Zeilen kommt aus dem Inneren ein “Nö, dat willst jetzt nich”. Stattdessen wird der gesamte Artikel über sendtoreader.com auf den Kindle geschickt. Das ist ziemlich cool; abends im Bettchen liegen und die ganzen interessanten Artikel vom Tag lesen. Wie auf Papier. Gefällt mir.

Auf der Arbeit nutze ich die Google Reader-Weboberfläche. Auch hier kann ich Artikel mit oben genanntem Dienst direkt auf das Kindle schicken. Eine Anleitung hierzu gibt es bei perun.net.

Mit Reeder für Mac funktioniert das leider nicht. Da nutze ich inzwischen instapaper.com.

15 Kommentare

  1. Habe über den Kindle bisher nur gutes gelesen, vor allem – und das überraschenderweise – von den Apple-Freunden. Wie sieht denn jetzt zum Beispiel dann dein Artikel hier auf dem Kindle aus? Formatiert der das komplett ohne Bilder und Werbung?

  2. Ich bedanke mich ebenfalls für den sendtoreader-Tipp. Werde ich mir mal genauer anschauen!

    Bin auch ziemlich begeistert von dem kleinen Gerät und habe meinen “nur ein richtiges Buch fühlt sich gut an”-Standpunkt schnell fallen gelassen. Für mich ist es auch eher eine Ergänzung als ein kompletter Ersatz.

  3. Nein, also wenn ich etwas lese kommen mir meistens Ideen, oder ich möchte einen Artikel ein Projekt zu ordnen, da wäre die Möglichkeit Kindle -> Evernote nicht verkehrt. Oder kann man auch E-Mails aus dem Kindle versenden?

  4. Mh, das wird leider schwer oder ist nur über Umwege möglich. Du kannst dir im Kindle Anmerkungen bzw. Notizen machen. Die kannst du online einsehen: https://kindle.amazon.de/. Du könntest sie dann manuell in Evernote speichern.

    Oder du kannst Textstellen auch weiterempfehlen (Twitter oder Facebook). Mit ifttt.com könntest du die Tweets oder Facebook-Empfehlungen rausfiltern und in Evernote speichern.
    Wenn es nicht öffentlich sein soll, legst du dir einen neuen Twitter-Account an, den du sperrst. Wenn ifttt.com auch mit gesperrten Twitter-Accounts klar kommt, würde das dann so funktionieren.

  5. Ich sag mal so: Es ist schon etwas umständlich aber geht insgesamt schon ganz gut. Wenn du irgendwo die Möglichkeit hast, teste es mal. Ich finde es absolut in Ordnung, wenn man dann mal eine Anmerkung schreiben oder etwas suchen möchte.

  6. Ich finde das Schreiben nicht sehr bequem, aber dazu ist das Gerät ja auch nicht da und ich finde, man kann dennoch damit leben..
    Ist eben ein reines Lesegerät. Auch, wenn ich die grundlegende Meinung im Artikel nicht teile, dass man besser möglichst viele spezialisierte Geräte statt einem, dass alles kann, einsetzen sollte – in diesem Falle stimmt das so (noch), weil das Display einfach so viel besser für Textdarstellung geeignet ist.

  7. Zum lesen von ganz normalen Buechern, moeglichst ohne Abbildungen, ist der Kindle, auch dank der neulichen Preissenkungen, fantastisch.
    Fuer Artikel aus z.B.Spiegel Online finde ich das Pad, schon alleine durch die Groesse des Screens und die farbliche Darstellung positiver.
    Das gescrolle beim Lesen von Artikeln nervt einfach.
    Man sollte den Kindle nehmen als das was er ist : ein e- B O O K – reader.

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